Remodernisten Logo

Kunstansatz pro (Selbst-)Begegnung – contra Zynismus

Raymond Unger
Frank Christopher Schroeder
Heiko Tiemann
Angela Rohde
Edgar Leissing
Uwe Fehrmann
Ralf Scherfose
Rolf Ohst
Kerstin Arnold

Renaissance der Moderne

"Wir brauchen nicht noch mehr dämliche, langweilige, hirnlose Zerstörung der Konvention, wir brauchen nichts Neues sondern Beständiges. Wir brauchen eine Kunst, die Körper und Seele mit einbezieht, die die Prinzipien anerkennt, mithilfe derer Weisheit und Einsicht im Laufe der Geschichte der Menschheit am Leben erhalten wurden. Dies ist die wahre Aufgabe der Tradition."
[Zitat aus dem englischen Manifest der Remodernisten]

In diesem Kunst-Forum organisieren sich Berufskünstler, die für einen gleichermaßen ganzheitlichen wie professionellen Kunstansatz stehen. Die Überbetonung von Konzept, Intellekt und Bezugnahmen im kreativen Prozess, halten Remodernisten für einen Irrweg.

Selbstkonfrontation, Sinnsuche und die Erforschung eines persönlichen Selbst – Welt Verhältnisses, waren die einstigen Kunst-Ideale von Romantik und Moderne. Remodernisten knüpfen an diese Ideale an und bekennen sich zu einem subjektiven Kunstansatz, der auch um einen Dialog mit der Gesellschaft bemüht ist. Vor allem Künstler mit „retinaler Kunst“, wie z. B. klassische Maler, Bildhauer und Fotografen, galten der Postmoderne als anachronistisch, sie standen im Vergleich zu Konzept- Fluxus- oder Happening-Künstlern, als weniger innovativ da. Vielfach belohnte der postmoderne Kunstmarkt Intellekt, Zynismus und Entertainment, doch die emotionale blutleere postmoderner Kunst lief sich zunehmend selbst tot. Überintellektuelle Kunsteliten der 1980er und 1990er Jahre verkamen zu Selbstbefruchtern, denn ihr Kunstansatz führte zum Dialogabbruch mit der Gesellschaft. Als Rechtfertigung für die Enklave postmoderner Kunst, dienten die einstmals schwer erkämpfen Kunst-Ideale Autonomie und Zweckfreiheit. Doch Zweckfreiheit ist keine Rechtfertigung für Sinnentleerung. Im Jahr 2000 formierte sich mit den englischen Stuckisten und Remodernisten eine Gegenkraft zur Sackgasse überintellektualisierter Kunst. 

Zitat

"Wenn sie heute in die Akademien sehen dann sind das Kreativitätsbuden mit Einfallspinseln, die irgendwelche Geschichten erfinden, irgendwelche Sachen umstoßen, Scheiben zerschlagen, an die Wände was nageln… Aber die wirklich zauberhafte Disziplin des Bildermalens, die konnte ich nicht mehr vermitteln."

Markus Lüpertz

Wer ist online

Aktuell sind 29 Gäste und keine Mitglieder online

Mitglieder Login

Kriegsenkel

Kriegsenkel

Seit der Gründung der Remodernisten wird immer deutlicher, dass viele Künstler mit selbstkonfrontativen Kunstansätzen der „Babyboomer-Generation“ angehören. Diese Generation, etwa zwischen 1960 und 1975 geboren, wird auch „Kriegsenkel“ genannt. Oft sind hier Sinn- und Selbsthinterfragung Teil des kreativen Prozesses. Hintergrund dieses Kunstansatzes kann ein eingeschränktes Emotions- und Empathievermögen bei der eigenen Elterngeneration sein. Dies ist ein häufiges Phänomen der Kriegskind-Generation, wenn Kriegstraumata (wie Vertreibung oder Bombardierung) unbearbeitet geblieben sind. Unbewusst suchen dann die Kinder der Kriegsgeneration (die Babyboomer) den Grund für ihre emotionale Vernachlässigung nicht bei ihren Eltern, sondern bei sich selbst. Die daraus entstehende Selbst-Infragestellung führt zu sehr spezifischen Kunst- und Lebenskonzepten. Zum Mechanismus der „transgenerationalen Weitergabe kriegsbelasteter Kindheiten“ ist in letzter Zeit viel geschrieben worden.

Weiterlesen...

Manifest

Was sind Remodernisten?

„Der Remodernismus nimmt die ursprünglichen Prinzipien des Modernismus und bringt sie wieder zur Anwendung. Das Hauptaugenmerk liegt auf Vision anstelle von Formalismus.“

„Der Remodernismus schließt eher ein als aus. Er heißt Künstler willkommen, die sich selbst erkennen und finden wollen mithilfe künstlerischer Prozesse, welche danach streben zu verbinden und einzuschließen, anstatt sich zu entfremden und auszuschließen.“

„Der Modernismus hat sein Potential nie erfüllt. Es ist sinnlos 'post-' irgendetwas zu sein, wenn man noch einmal 'etwas' gewesen ist.“

(Zitate aus dem englischen Manifest der Remodernisten)

[Foto oben: Remodernisten-Treffen Berlin 2011; von links nach rechts: Prof. Matthias Koeppel, Sooki Koeppel, Raymond Unger, Rolf Ohst, Uwe Fehrmann, Sabine Kasan.]

Weiterlesen...

Mitgliedschaft

Mitgliedschaft

Eine Mitgliedschaft im Forum für Remodernismus ist unverbindlich, jederzeit kündbar und kostenlos. Wir sind kein Verein, keine Partei, keine Religion und keine Sekte. Allerdings ist dies ein kuratiertes Netzwerk für professionell arbeitende Berufskünstler, mit einem selbstkonfrontativem Kunstansatz. Wenn Sie in unsere Mitgliederliste eingetragen werden möchten, tragen Sie Ihre Anmeldungsdaten bitte hier ein. Wir sehen uns dann Ihre Homepage an und schalten Ihre Mitgliedschaft gegebenenfalls frei. (Ein Anspruch auf Eintragung besteht nicht). Eine Kündigung der Mitgliedschaft und Streichung aus unserer Linkliste ist beiderseits jederzeit und ohne Angabe von Gründen möglich (Siehe dazu auch AGBs).

Als professionelle Künstler wollen wir Zeichen setzten gegen die Blutleere des konzeptionell dominierten und vielfach sinnentleerten (Kunst-)Marktgeschehens der letzten Jahre. Ziel ist die Werbung und Verbreitung eines holistischeren Kunstverständnisses, siehe Definitionen.

Weiterlesen...